Über 5.000 neue Dauergrabpflege-Verträge
in 2017 abgeschlossen

 Zum achten Mal in Folge hat die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Mit einem Zuwachs von 5.237 neuen Dauergrabpflege-Verträgen im Jahr 2017 durchbrachen die badischen Friedhofsgärtner erstmals die 5.000er-Marke und konnten ihre Bestmarke vom Vorjahr (+4.980) nochmals um rund 5,2 Prozent übertreffen.

In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Neuabschlüsse im Bereich der Dauergrabpflege sogar um satte 59,3 Prozent angewachsen. Auf ihrer Generalversammlung in Lahr bestätigten die Mitglieder das erfolgreichste Geschäftsergebnis seit der Gründung ihrer Genossenschaft im Jahr 1964 und stellten gleichzeitig die Weichen für die Zukunft.

Bei rund 45.500 Sterbefällen, die laut dem Statistischem Landesamt Baden-Württemberg in den badischen Regionen Hochrhein-Bodensee, Mittlerer Oberrhein, Nordschwarzwald, Rhein-Neckar und Südlicher Oberrhein registriert wurden, ist der Anteil der badischen Dauergrabpflege-Abschlüsse im vergangenen Jahr auf 11,5 Prozent gestiegen. „Damit wird für etwa jedes neunte neue Grab eine Dauergrabpflege-Vereinbarung abgeschlossen“, betonte der Sprecher des Vorstandes, Thorsten Baege, im Rahmen der Generalversammlung. Auch für 2018 rechnet die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner mit einer Steigerung im Bereich der Dauergrabpflege: So wurden in den ersten 5 Monaten bereits 7,3 Prozent mehr Verträge registriert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Gärtnergepflegte Grabfelder weiter auf dem Vormarsch

„Die positive Entwicklung resultiert vor allem aus einem engmaschigen Netzwerk“, so Thorsten Baege. Dazu zählen beispielsweise ein intensiver Kontakt zu den kommunalen Friedhofsverwaltungen sowie eine sorgfältige Bedarfsanalyse. Die daraus gewonnen Ergebnisse spielen bei der Planung und der Umsetzung neuer Bestattungsangebote eine große Rolle, was sich an der Anzahl der gärtnergepflegten Grabfelder in Baden ablesen lässt. Mittlerweile gibt es auf badischen Friedhöfen rund 420 Gemeinschaftsgrabfelder, die von den jeweiligen Friedhofsgärtnern vor Ort dauerhaft betreut werden. Alleine in den vergangenen Monaten wurden zahlreiche neue Anlagen zusammen mit den Friedhofsverwaltungen errichtet. Mehr als 175 neue Projekte stehen auf der Agenda für das laufende Jahr. Dazu zählen beispielsweise der bundesweit erste Erinnerungsgarten der Kulturen, der zurzeit auf dem Bergfriedhof in Heidelberg entsteht oder die Entwicklung naturnaher Bestattungsangebote für Friedhöfe, wie sie die badischen Friedhofsgärtner aktuell auf der Landesgartenschau in Lahr präsentieren.

Veränderungen im Vorstand

Bei den anstehenden Wahlen schied Dieter Ball aus Karlsruhe nach elfjähriger Amtszeit auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Als Anerkennung für sein ehrenamtliches Engagement wurde ihm die Ehrenurkunde des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes verliehen. Zu seinem Nachfolger im Vorstand wählten die Genossenschaftsmitglieder seinen Sohn Felix Ball. Bestätigt im Amt des Vorstandes wurde Matthias Kocher aus Mannheim. Damit geht er bereits in sein 29. Jahr als Vorstandsmitglied. Einziger Wehrmutstropfen: Kocher kündigte an, nach 22-jähriger Amtszeit den Vorsitz des Gremiums an seinen designierten Nachfolger, Alfons Seiterle aus Baden-Baden, abzugeben. Ebenfalls wiedergewählt wurde Aufsichtsratsmitglied Christof Hilligardt aus Pforzheim.

Qualifizierte Ausbildung und Unterstützung bei der Nachfolge

Mit einem Rekordergebnis bei den Vertragsabschlüssen und einer positiven Entwicklung im Bereich der gärtnergepflegten Grabfelder blicken die badischen Friedhofsgärtner gestärkt in die Zukunft. Der Fokus der Genossenschaft liegt auch künftig auf dem Bau neuer gärtnergepflegter Grabfelder und der Weiterentwicklung dieser Bestattungsangebote. Außerdem sollen die Förderung der friedhofsgärtnerischen Ausbildung weiter vorangetrieben und die Mitglieder bei der Betriebsnachfolge stärker unterstützt werden.