Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG
Genossenschaft Badischer
Friedhofsgärtner eG

Aktuelles

02.02.2012

Deutliche Zuwächse im Bereich der Bestattungsvorsorge

Deutliche Zuwächse im Bereich der Bestattungsvorsorge

Mehr als 3.000 Menschen haben sich im vergangenen Jahr für einen Dauergrabpflege-Vertrag mit den badischen Friedhofsgärtnern entschieden. Damit blickt die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück. Insgesamt konnte der Vertragsbestand im Bereich der Dauergrabpflege um 3.287 neu abgeschlossene Verträge gesteigert werden. Das bedeutet einen Zuwachs von sechs Prozent. Das Vertragsvolumen bei den Neuabschlüssen ist im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent angestiegen. Mit diesem Ergebnis blickt die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner auf das zweitbeste Geschäftsjahr seit ihrer Gründung im Jahre 1964 zurück.
Beachtlich ist vor allem die Steigerung im Bereich der Bestattungsvorsorge. Hier wurden im abgelaufenen Jahr 385 neue Verträge abgeschlossen, was einen Zuwachs von 34 Prozent bedeutet – so viel wie noch nie seit 1964. Der Wert der Neuabschlüsse ist dabei um 40 Prozent gewachsen. Der Grund für den deutlichen Zuwachs bei der Bestattungsvorsorge ist vor allem auf die gute Zusammenarbeit mit der Bestattungsbranche zurückzuführen.
Nicht nur das zurückliegende Ergebnis lässt die Genossenschaft gestärkt in das neue Geschäftsjahr starten. Seit Jahresbeginn ist sie für das komplette Friedhofswesen der Stadt Emmendingen verantwortlich. Im Auftrag der Kommune übernimmt die Genossenschaft ab sofort die Verwaltung, die Rahmenpflege sowie die gesamten Bestattungsleistungen auf den 5 städtischen Friedhöfen. Nach Weil am Rhein und Grenzach-Wyhlen ist die südbadische Stadt mit rund 26.000 Einwohnern damit die dritte Kommune, die ihr Friedhofswesen komplett auf die Genossenschaft überträgt. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach gärtnergepflegten Grabfeldern seitens der Kommunen im badischen Raum weiterhin ungebrochen, so dass sich derzeit zahlreiche Projekte in der Planung befinden, die im laufenden Jahr umgesetzt werden.
Auch die Gartenbaubedarfshandel Baden GmbH (GBB) konnte das Geschäftsjahr 2011 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Der Jahresumsatz belief sich auf rund 1,7 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 2,4 Prozent bedeutet. Die GBB versorgt seit 1996 die Mitglieder der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner mit hochwertigen Produkten aus den Bereichen Erde, Pflanzen, Exoten und Hartware (Keramik etc.).

14.11.2011

Service: Wer pflegt das Grab?

„Wer wird sich später einmal um mein Grab kümmern?“ Diese Frage bewegt heute nicht nur viele ältere Menschen. Denn ob man alleinstehend ist, die Kinder an einem anderen Ort wohnen oder die Verwandtschaft gar über die ganze Republik verstreut ist: Die Pflege einer Grabstätte ist in unserer mobilen Zeit längst keine selbstverständliche Familiensache mehr. Oftmals entscheiden sich die Menschen in solchen Fällen für eine Bestattung, die keinerlei Pflege bedarf, ohne zu wissen, dass es Alternativen gibt.

Wer die Pflege seiner eigenen Grabstätte bereits zu Lebzeiten gesichert sehen möchte, der sollte seine eigenen Wünsche schriftlich fixieren und vertraglich festlegen. Ein eigens für diesen Zweck angelegtes Sparbuch reicht in den meisten Fällen nicht aus, da das angesparte Vermögen von den Angehörigen nicht zwingend für die Grabpflege eingesetzt werden muss. Auch bieten zahlreiche Vorsorgemodelle oder private Sterbegeldversicherungen keine optimale Lösung: Die meisten dieser Modelle enden bereits nach Abwicklung der Bestattung. Um die anschließende Grabgestaltung und Grabpflege müssen sich die Angehörigen selbst kümmern.

Dafür bieten zahlreiche Friedhofsgärtnereien mit der Dauergrabpflege einen Service an, mit dem Angehörige vor aufwändigen Pflegearbeiten und damit verbundenen Kosten bewahrt werden können. In der badischen Region wird dieser Service von rund 350 Friedhofsgärtnereien angeboten. Eine Dauergrabpflege-Vereinbarung für eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren kann nämlich schon im Voraus „für die Zeit danach“ abgeschlossen werden. Und ob nun die Grabstätte einfach nur gepflegt oder besonders geschmückt werden soll: Der Leistungsumfang richtet sich nach den individuellen Wünschen. Falls die sich im Laufe der Jahre ändern – kein Problem, zu Lebzeiten können die Vereinbarungen jederzeit ergänzt oder angepasst werden. Was gleich bleibt, ist die beruhigende Gewissheit, dass alles geregelt ist und die zukünftige Grabstätte langfristig kompetent betreut wird. Denn: Dass die vereinbarten Leistungen auch tatsächlich wunschgemäß ausgeführt werden, wird regelmäßig von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG kontrolliert. Als berufsständische Organisation überwacht sie die Leistungen der Friedhofsgärtner und übernimmt die mündelsichere Anlage des eingezahlten Geldes. Durch die entsprechende Verzinsung des angelegten Betrages werden Kostensteigerungen über die gesamte Laufzeit ausgeglichen und spätere Nachzahlungen vermieden.

Wer auf der Suche nach einer kostengünstigeren Möglichkeit ist, der kann sich auf vielen Friedhöfen für eine Bestattung in einem gärtnerbetreuten und gärtnergepflegten Grabfeld entscheiden. Dieses Grabfeld hebt sich mit seiner außergewöhnlichen, oftmals parkähnlichen Gestaltung deutlich von den üblichen Grabreihen ab, fügt sich aber dennoch harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofs ein. Hier reiht sich nicht einfach Grab an Grab: Die einzelnen Grabstätten verschmelzen mit der Rahmenbepflanzung und bilden trotz ihrer individuellen Unterschiedlichkeit eine Einheit.

Die einzelnen Grabstätten werden wie auch das komplette Grabfeld dauerhaft von den ortsansässigen Friedhofsgärtnereien gepflegt. Angeboten werden je nach Friedhof Grabstätten für Sarg- und Urnenbeisetzungen, Urnengemeinschaften sowie Urnenbeisetzungen am Baum. Im Angebot sind die Kosten für die gärtnerische Gestaltung sowie die gärtnerische Grabpflege für die gesamte Ruhezeit enthalten. In einem gärtnergepflegten Grabfeld wird jeder Verstorbene bei seinem Namen genannt. Namenlose Bestattungen sind tabu. Je nach Friedhof und Bestattungsart kann ein individueller Grabstein ausgewählt werden. Wo das nicht möglich ist – beispielsweise bei Urnengemeinschaften oder Urnenbeisetzungen am Baum – nimmt ein gemeinschaftliches Grabmal den Namen des Verstorbenen auf.

Über den Abschluss eines Dauergrabpflegevertrages wird die Grabpflege über die gesamte Laufzeit garantiert. Die Angehörigen werden daher dauerhaft vor aufwändigen Pflegearbeiten oder zusätzlichen Kosten für die Grabpflege bewahrt und können jederzeit – auch ohne Gewissensbisse – die Grabstätte besuchen.

Informationen über die Dauergrabpflege sowie über die gärtnergepflegten Grabfelder erhalten Sie beim Friedhofsgärtner in Ihrer Nähe oder bei der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG, Telefon (07 21) 94 48 70. Adressen von Friedhofsgärtnereien finden Sie im Internet unter www.dauergrabpflege-baden.de.

28.10.2011

Zahlreiche neue gärtnergepflegte Grabfelder auf den badischen Friedhöfen

Mit zahlreichen neuen gärtnergepflegten und gärtnerbetreuten Grabfeldern, die in den Tagen um Allerheiligen vielerorts auf den Friedhöfen eingeweiht werden, hat die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG ihr Angebot an pflegefreien Grabarten in hochwertig gestalteten Grabanlagen in der badischen Region deutlich erweitert. Gemeinsam mit den ortsansässigen Friedhofsgärtnereien und den jeweiligen Friedhofsverwaltungen richtet sich die Genossenschaft damit vor allem an diejenigen Menschen, die sich nicht um die Pflege einer Grabstätte kümmern können oder wollen, sich aber dennoch ein würdevoll gestaltetes Grab mit Grabstein und Namensnennung auf dem Friedhof wünschen.

Insgesamt werden in diesen Tagen zwölf gärtnergepflegte und gärtnerbetreue Grabfelder fertiggestellt und im Rahmen von Informationsveranstaltung ihrer künftigen Bestimmung übergeben. Dazu zählen die Grabfelder auf den Friedhöfen in Engen-Welschingen, Immendingen, Bretten-Büchig, Ettenheim, Kronau, Schriesheim, Radolfzell, Sinzheim, Seelbach, Sipplingen und Hoffenheim. Zudem wurde das gärtnerbetreute Grabfeld in Sinsheim aufgrund der großen Nachfrage erweitert. Darüber hinaus wird derzeit das Parkgrabfeld auf dem Hauptfriedhof in Mannheim erweitert und ein neues gärtnerbetreutes Grabfeld auf dem Friedhof in Offenburg errichtet.

Die neuen Grabfelder heben sich mit ihrer außergewöhnlichen Gestaltung deutlich von den üblichen Grabreihen ab. Verschiedene Grabarten sind ohne sichtbare Grenzen in die Anlage eingebettet. Angeboten werden je nach Friedhof Grabstätten für Sarg- und Urnenbeisetzungen, Urnengrabstätten am Baum sowie Urnengemeinschaften. Jedes Grab verschmilzt dezent mit der attraktiven Rahmenbepflanzung und nur die Grabsteine zeigen den Ort der Grabstelle an. Weiche und fließende Formen prägen das Bild der Grabfelder, die aufgrund der Bepflanzung mit immergrünen Bodendeckern, edlen Gehölzen und farbenfrohen Stauden fast schon wie ein kleiner, liebevoll gestalteter Garten wirken. Namenlose Bestattungen sind tabu: In den gärtnergepflegten Grabfeldern wird jeder Verstorbene bei seinem Namen genannt.

Die ortsansässigen Friedhofsgärtner kümmern sich dauerhaft um die Anlage und pflegen sorgfältig die einzelnen Grabstätten sowie die übrigen Flächen des Grabfeldes. Um diese langfristige Grabpflege zu garantieren, schließt der Nutzungsberechtigte beim Erwerb des Grabes einen Dauergrabpflege-Vertrag mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner ab. Als berufsständische Organisation überwacht sie regelmäßig die Leistungen der jeweiligen Friedhofsgärtner.

In der badischen Region gibt es derzeit auf über 200 Friedhöfen gärtnergepflegte Grabfelder, die sich allerorten als Alternative zu anonymen Bestattungen oder Rasengräbern durchgesetzt haben. Mittlerweile haben auch zahlreiche Friedhöfe im gesamten Bundesgebiet das Modell der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner übernommen und bieten ähnliche Bestattungsmöglichkeiten an.

28.10.2011

„Ans Leben erinnern“ erreicht mehr als eine halbe Million Leser

Seit fast 5 Jahren gibt die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG gemeinsam mit dem Verein zur Pflege der Friedhofs- und Bestattungskultur in Baden eine eigene Zeitung heraus, die mit redaktionellen Beiträgen ausschließlich auf die Friedhofs- und Bestattungskultur in der Region ausgerichtet ist. Die Zeitung, die im Frühjahr 2007 erstmals in Karlsruhe gestartet war, erscheint mittlerweile zweimal jährlich unter dem Titel „Ans Leben erinnern“ auch in den Städten Baden-Baden, Bruchsal, Ettlingen, Heidelberg, Mannheim, Pforzheim und Weinheim. Im Frühjahr und vor Allerheiligen enthält die Zeitung nicht nur wertvolle Tipps zur Grabpflege oder der persönlichen Vorsorge, sondern berichtet auch über aktuelle und spannende Themen rund um die Friedhöfe in der jeweiligen Region. So werden beispielsweise in jeder Ausgabe Grabstätten berühmter Persönlichkeiten oder attraktive Bestattungsmöglichkeiten auf den Friedhöfen vorgestellt. Außerdem enthält jede Ausgabe fundierte und hilfreiche Informationen über die unterschiedlichen Möglichkeiten zur persönlichen Vorsorge. In Karlsruhe erscheint die Zeitung unter dem Titel „Lebendige Erinnerung“ und berichtet zudem ausführlich über Aktionen des Info-Centers am Hauptfriedhof.
„Ans Leben erinnern“ bzw. „Lebendige Erinnerung“ wird kostenfrei über Tages- und Wochenzeitungen an fast 500.000 Haushalte in den jeweiligen Städten verteilt und erreicht damit deutlich mehr als eine halbe Million Leser. Die zweite Ausgabe dieses Jahres wird in der 43. Kalenderwoche in Baden-Baden, Bruchsal, Ettlingen, Heidelberg, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim und Weinheim verteilt.

30.08.2011

Verein zur Pflege der Friedhofs- und Bestattungskultur in Baden: Trend zur namenlosen Beisetzung in Baden-Württemberg stagniert

Verein zur Pflege der Friedhofs- und Bestattungskultur in Baden: Trend zur namenlosen Beisetzung in Baden-Württemberg stagniert

In Baden-Württemberg scheint der langjährige Trend zur anonymen Bestattung vorerst zum Stillstand gekommen zu sein. Das zumindest bestätigt eine Studie der Universität Leipzig. Danach lag der Anteil der anonymen Bestattungen in Baden-Württemberg im Jahr 2009 bei sieben Prozent, zehn Jahre zuvor bei sechs Prozent. In keiner anderen Region Deutschlands sind die Zahlen der namenlosen Bestattungen so schwach angewachsen wie im Südwesten der Republik. Ein Grund dafür könnten die zahlreichen attraktiven Bestattungsangebote auf den Friedhöfen in der Region sein.

Was lange Zeit als norddeutsches Phänomen galt, hat sich mittlerweile in der kompletten Bundesrepublik verbreitet: Fast jeder dritte Verstorbene wurde in Deutschland im Jahr 2009 ohne namentliche Kennzeichnung bestattet. Bundesweit stieg der Anteil der anonymen Bestattungen seit 1999 von 23 auf 28 Prozent. Spitzenreiter sind vor allem die neuen Bundesländer. Dort lag der Anteil in 2009 bei 46 Prozent (1999: 36 Prozent). Und auch im überwiegend katholischen Bayern ist der Trend zur Anonymität auf den Friedhöfen deutlich zu spüren: Von 1999 bis 2009 stieg der Anteil von fünf auf 13 Prozent. Die Experten begründen die rasante Entwicklung mit dem gesellschaftlichen Wandel. Christliche Traditionen und familiäre Bindungen verlieren weitgehend an Bedeutung. „Weil sie ihre Angehörigen vor hohen Bestattungskosten oder aufwändigen Pflegearbeiten entlasten wollen, lassen sich immer mehr Menschen anonym beisetzen“, sagt Thomas Heiland, Sprecher des Vereins zur Förderung der Friedhofs- und Bestattungskultur in Baden.

Darauf reagieren in Baden-Württemberg immer mehr Friedhöfe und bieten günstige, für die Angehörigen pflegefreie Gräber mit gärtnerischer Gestaltung an. Vor allem im badischen Landesteil ist das Angebot an attraktiven Bestattungsmöglichkeiten besonders hoch: In Zusammenarbeit von Kommunen und privaten Friedhofsgärtnereien entstanden zum Beispiel in den vergangenen Jahren auf rund 200 Friedhöfen gärtnerisch anspruchsvoll gestaltete Grabanlagen, in denen es Urnen- und Erdbestattungen gibt. Namenlose Bestattungen sind tabu, jeder Verstorbene wird mit seinem Namen genannt. Über einen Dauergrabpflegevertrag wird die Grabpflege bis zum Ende der Ruhefrist abgesichert, so dass der Hinterbliebene einen Ort der Trauer auf dem Friedhof hat, aber von der Grabpflege entlastet wird. Seit es die gärtnerbetreuten Grabfelder gibt, hat gerade in den größeren badischen Städten wie beispielsweise Mannheim, Karlsruhe oder Pforzheim die Zahl der anonymen Bestattungen abgenommen. Auch in kleineren Kommunen haben sich die von Friedhofsgärtnern gepflegten Anlagen als Alternative zu Urnenwänden, Rasengräbern oder anonymen Grabfeldern durchgesetzt. Mittlerweile macht das „badische Modell“ im gesamten Bundesgebiet Schule. Deutschlandweit bieten immer mehr Kommunen ihren Bürgern attraktive Bestattungsmöglichkeiten in gärtnerisch gepflegten Anlagen an und wollen damit ihre Friedhöfe zukunftsfähig gestalten.

Dass die Kommunen und die privaten Friedhofsgärtner ihre Angebote an den Bedürfnissen und Wünschen der Menschen ausrichten, verdeutlicht auch eine Besucherbefragung der Fachgruppe Mannheimer Friedhofsgärtner beim diesjährigen Maimarkt: Danach wünschen sich mehr als die Hälfte aller Befragten eine Bestattung in einem traditionellen Erdgrab oder im gärtnergepflegten Grabfeld. Nur 2,4 Prozent können sich vorstellen, ohne namentliche Kennzeichnung beigesetzt zu werden.

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22.06.2011

Karlsruhes Oberbürgermeister Fenrich und Minister a.D. Rech würdigen Leistungen der badischen Friedhofsgärtner

Karlsruhes Oberbürgermeister Fenrich und Minister a.D. Rech würdigen Leistungen der badischen Friedhofsgärtner

Im Rahmen der Eröffnung der friedhofskulturellen Dauerausstellung „Aspekte“ am 30. Mai auf dem Hauptfriedhof in Karlsruhe zeigten sich Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich und Staatsminister a.D. Heribert Rech vom Gesamtkonzept der Ausstellung beeindruckt. „Die rund 60 einzigartigen Grabstätten ermöglichen nicht nur eine intensive gestalterische Auseinandersetzung zum Thema moderne Grabkultur, sondern zeigen auch außergewöhnliche Sichtweisen der Grabgestaltung“, so der Karlsruher Oberbürgermeister in seiner Ansprache in der Großen Kapelle. Auch Heribert Rech würdigte in seinem Grußwort das Engagement der beteiligten Friedhofsgärtner und Grabmalgestalter: „Aspekte wird ein Impulsgeber für die Grabgestaltung der Zukunft sein.“ Beide zeigten sich davon überzeugt, dass die Ausstellung mit ihren außergewöhnlichen Grabstätten einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Erhaltung der Friedhofskultur in ganz Deutschland leistet. Zugleich hoben sie die Leistungsfähigkeit und die Kreativität des friedhofsgärtnerischen Berufsstandes in der badischen Region hervor. „Die unterschiedlich großen, von den badischen Friedhofsgärtnereien hochwertig angelegten Grabstätten werden künftig ein besonderer Höhepunkt auf dem Karlsruher Hauptfriedhof darstellen“, so Rech wörtlich beim offiziellen Rundgang im Anschluss an die Eröffnung.

„Von der Einmaligkeit des Lebens“
Mit der Dauerausstellung „Aspekte – Von der Einmaligkeit des Lebens“ will das Friedhofs- und Bestattungsamt der Stadt Karlsruhe gemeinsam mit dem Info-Center am Hauptfriedhof und dem Verein zur Pflege der Friedhofs- und Bestattungskultur die Friedhofs- und Gedenkkultur entscheidend wiederbeleben und die Bedeutung von künstlerisch gestalteten Grabstätten hervorheben. Rund 50 Friedhofsgärtner aus der badischen Region sowie 60 Bildhauer aus Deutschland und der Schweiz zeigen an ausgewählten Standorten auf dem Hauptfriedhof mit einzigartigen und außergewöhnlichen Grabstätten ihre Antwort auf die gesellschaftlichen Veränderungsprozesse. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Symbolik, Sinn, Aufgabe und Funktion von Grabgestaltung gleichermaßen wie moderne Grabkunst sowie Erinnerungs- und Trauerkultur. Insgesamt werden 60 außergewöhnliche Grabstätten entlang eines Rundwegs gezeigt. „Wir wollen zum einen Menschen für die Friedhofskultur begeistern, die bisher noch keinen Zugang zu dieser Thematik hatten und zum anderen wollen wir das Interesse am individuellen Grabmal und der individuellen Grabstätte steigern“, sagt Matthäus Vogel, Leiter des Friedhofs- und Bestattungsamtes der Stadt Karlsruhe. Ähnlich wie Landes- oder Bundesgartenschauen sei die Dauerausstellung „Aspekte“ eine Leistungsschau der Grabmalgestalter und der Friedhofsgärtner – jedoch ohne zeitliche Begrenzung. „Wir wollen die Entwicklung unserer Friedhöfe mir einer neuen Dynamik vorantreiben und den Bestattungsalternativen, die keine bleibenden kulturellen Werte bietet, entgegentreten“, so Vogel.

Die einzelnen Grabstätten der Ausstellung werden künftig von der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Friedhofsgärtner dauerhaft gepflegt. Alle Grabstätten können als persönliche Ruhestätte erworben werden.

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal (AFD), dem Verein zur Förderung der Deutschen Friedhofskultur, der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner sowie dem Bundesinnungsverband des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks. Die Ausstellung ist eine der größten friedhofskulturellen Dauerausstellungen Deutschlands.

22.06.2011

Neues Bestattungsangebot auf dem Friedhof in Umkirch

Gemeinsam mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG hat die Gemeinde Umkirch auf ihrem Friedhof ein neues Grabfeld errichtet, wo künftig zeitgemäße Bestattungsmöglichkeiten in einer stimmungsvoll gestalteten und gärtnerisch gepflegten Anlage angeboten werden. Das Besondere daran: Die Grabstätten können ausschließlich über ein Komplettangebot inklusive der Kosten für die dauerhafte Grabgestaltung und Grabpflege erworben werden. Mit diesem neuen gärtnergepflegten Grabfeld richten sich Friedhofsgärtner und Friedhofsverwaltung an diejenigen Menschen, die sich nicht um die Pflege einer Grabstätte kümmern können oder wollen. Am Freitag, den 10. Juni wurde das Grabfeld von Vertretern der Gemeinde und Vertretern der Friedhofsgärtner eingeweiht und gleichzeitig seiner künftigen Bestimmung übergeben.

Das neue Grabfeld auf dem Friedhof in Umkirch hebt sich mit seiner außergewöhnlichen Gestaltung deutlich von den üblichen Grabreihen ab, fügt sich aber dennoch harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofs ein. Die einzelnen Grabstätten verschmelzen mit der Rahmenbepflanzung und bilden trotz ihrer individuellen Unter-schiedlichkeit eine Einheit. Die geschwungenen Flächen und Wege bieten ein gestalterisches Wechselspiel mit der attraktiven Bepflanzung. Immergrüne Bodendecker, edle Gehölze und farbenfrohe Stauden verleihen dem Grabfeld zu jederzeit ein stimmungsvolles Ambiente.

Hinter der Idee des gärtnergepflegten Grabfeldes steht vor allem der Wunsch vieler Menschen nach einem individuell gestalteten Grab als Ort für ihre Trauerbewältigung – auch wenn sie die aufwändige und langfristige Grabpflege nicht übernehmen können oder wollen. Das Grabfeld auf dem Friedhof in Umkirch bietet Platz für Erd- und Urnengrabstätten, Urnengemeinschaften sowie Urnenbeisetzungen am Baum. Das Angebot der Friedhofsgärtner beinhaltet die Kosten für die gärtnerische Gestaltung sowie die gärtnerische Grabpflege für die gesamte Ruhezeit. Die Grabstätten werden dauerhaft mit Bodendeckern begrünt. Ein zusätzliches Blumenbeet, welches dreimal jährlich im Frühjahr, Sommer und Herbst der Jahreszeit entsprechend bepflanzt wird, unterstreicht die Verbundenheit zum Verstorbenen. Die einheitliche Gestaltung und die regelmäßige einheitliche Pflege der gesamten Anlage spiegeln sich im attraktiven Pflegepreis für die neuen Grabarten wieder. Bei den Grabstätten für Sarg- bzw. Ur-nenbeisetzungen kann der Nutzungsberechtigte unter Einhaltung bestimmter Vorgaben einen individuellen Grabstein anfertigen lassen. Die Kosten für den Stein und die Beschriftung werden dann vom Steinmetz gesondert berechnet. Bei der Urnenbeiset-zung am Baum sowie den Urnengemeinschaften sind die Kosten für ein Gemein-schaftsgrabmal anteilig im Angebot enthalten. Die Preise variieren je nach Bestattungsart zwischen 60 Euro und 250 Euro pro Jahr. Die Pflege einer Erdgrabstätte mit Blumenbeet kostet somit für die komplette Ruhezeit von 20 Jahren insgesamt 5.000 Euro. Nicht enthalten sind die kommunalen Gebühren für die Grabnutzung; diese werden von der Friedhofsverwaltung zusätzlich erhoben. Um die Grabpflege für die gesamte Ruhezeit zu garantieren, schließt der Nutzungsberechtigte mit der Genos-senschaft Badischer Friedhofsgärtner eG einen Dauergrabpflege-Vertrag ab. Als berufsständische Organisation mit Sitz in Karlsruhe überwacht sie regelmäßig die Leis-tungen der Friedhofsgärtner, die sich dauerhaft um die Pflege des Grabfeldes küm-mern. Zuständig für die Pflege des Grabfeldes in Umkirch ist die ortsansässige Gärt-nerei Döring.

„Wir wollen mit dem gärtnergepflegten Grabfeld denjenigen Menschen eine Lösung anbieten, die sich nicht um die Grabpflege kümmern wollen oder können, gleichzeitig aber für ihre Gräber nicht die Anonymität und gestalterische Monotonie wünschen, die charakteristisch für andere Grabfelder sind, wie zum Beispiel Rasengräber“, erklärt Klaus Goerigk von der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner. Somit käme man dem Wunsch vieler Menschen nach modernen Bestattungsformen nach und erhalte den individuellen Charakter einer traditionellen Grabstätte auf dem Friedhof. „Im Ge-gensatz zu anderen preisgünstigen Bestattungsarten ohne Grab können die Angehö-rigen hier, nach Absprache mit den Friedhofsgärtnern, Kerzen, Blumen oder Steck-vasen ablegen. Auf anonymen Grabfeldern ist das verboten.“, so Goerigk. Im Rahmen der Eröffnung dankte er den Vertretern der Gemeindeverwaltung, den beteiligten Friedhofsgärtnern, Steinmetzen und Bestattern für die gute Zusammenarbeit bei der Planung und der Umsetzung des Grabfeldes.

In der badischen Region gibt es derzeit auf über 200 Friedhöfen gärtnergepflegte Grabfelder, die sich allerorten als Alternative zu anonymen Bestattungen oder Rasen-gräbern durchgesetzt haben. Mittlerweile haben auch zahlreiche Friedhofsverwaltungen in ganz Deutschland das Modell der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner übernommen und errichten auf ihren Friedhöfen ähnliche Grabfelder.

06.04.2011

Neues zukunftsweisendes Bestattungsangebot auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof

Neues zukunftsweisendes Bestattungsangebot auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof

Gemeinsam mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG und den ortsansässigen Friedhofsgärtnereien hat die Stadt Pforzheim auf dem Hauptfriedhof ein neues Grabfeld errichtet, wo künftig zeitgemäße Bestattungsmöglichkeiten in einer stimmungsvoll gestalteten und gärtnerisch gepflegten Anlage angeboten werden. Das Besondere daran: Die Grabstätten können ausschließlich über ein Komplettangebot inklusive der Kosten für die dauerhafte Grabpflege sowie der Kosten für das Grabmal und die Beschriftung erworben werden. Mit dem neuen gärtnergepflegten Grabfeld wollen Friedhofsgärtner und Friedhofsverwaltung den Friedhof als Ort der Trauer und der Erinnerung stärken und die gewachsene Friedhofskultur in Pforzheim unterstreichen. Am Mittwoch, den 6. April wurde das neue Grabfeld von Vertretern der Stadt Pforzheim und Vertretern der Friedhofsgärtner eingeweiht und gleichzeitig seiner künftigen Bestimmung übergeben.

Hinter der Idee der gärtnergepflegten Grabfelder steht vor allem der Wunsch vieler Menschen nach einem individuell gestalteten Grab als Ort für ihre Trauerbewältigung – auch wenn sie die aufwändige und langfristige Grabpflege nicht übernehmen können oder wollen. Das neue Grabfeld auf dem Hauptfriedhof – das so genannte Grabfeld 8 – hebt sich mit seiner parkähnlichen und naturnahen Gestaltung deutlich von den üblichen Grabreihen, fügt sich aber dennoch harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofs ein. Die einzelnen Grabstätten verschmelzen mit der Rahmenbepflanzung und bilden trotz ihrer individuellen Unterschiedlichkeit eine Einheit. Die geschwungenen Flächen und Wege bieten ein gestalterisches Wechselspiel mit der attraktiven Bepflanzung. Immergrüne Bodendecker, edle Gehölze und farbenfrohe Stauden verleihen dem Grabfeld zu jederzeit ein stimmungsvolles Ambiente. Durchbrochen werden die Beete mit einzelnen Findlingen, die allesamt aus einem nahegelegenen Steinbruch stammen. Den Mittelpunkt des Grabfeldes 8 bildet eine alte Buche, die bereits aus der Gründungszeit des Hauptfriedhofs stammt und in die neue Anlage integriert wurde.

Rund 1.200 Quadratmeter groß ist das neue gärtnergepflegte Grabfeld, das am einfachsten von der Eisinger Landstraße über den Ost-Eingang zu finden ist. Angeboten werden Grabstätten für Sarg- und Urnenbeisetzungen, Urnengemeinschaften sowie Urnenbeisetzungen am Baum, die unter der alten Buche durchgeführt werden. Im Angebot sind die Kosten für die gärtnerische Gestaltung, die gärtnerische Grabpflege für die gesamte Ruhezeit sowie die Kosten für das Grabmal inklusive Beschriftung. Bei den Grabstätten für Sarg- und Urnenbeisetzungen kann der Nutzungsberechtigte den Grabstein aus vorgegebenen Varianten auswählen, die Grabmale für Urnengemeinschaften sowie Urnenbeisetzungen am Baum werden vorgegeben. Die Preise variieren je nach Bestattungsart zwischen 126,67 Euro und 199,60 Euro pro Jahr. Der Komplettpreis für eine Erdgrabstätte mit einer Ruhezeit von 25 Jahren beläuft sich beispielsweise auf 4.990 Euro. Nicht enthalten sind die kommunalen Gebühren für die Grabnutzung; diese werden von der Friedhofsverwaltung zusätzlich erhoben. Um die Grabpflege über die gesamte Ruhezeit zu garantieren, schließt der Nutzungsberechtigte mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG einen Dauergrabpflege-Vertrag ab. Als berufsständische Organisation mit Sitz in Karlsruhe überwacht sie regelmäßig die Leistungen der Friedhofsgärtner vor Ort.

15.01.2011

Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 zurück

Die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG hat das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 erfolgreich abgeschlossen und ein Rekordergebnis erreicht. Im vergangenen Jahr wurden 3.570 neue Dauergrabpflege-Verträge abgeschlossen – so viele wie noch nie innerhalb eines Jahres seit der Gründung der Genossenschaft im Jahr 1964. Insgesamt bedeutet das einen Zuwachs von 12,1 Prozent beim Vertragsbestand im Bereich Dauergrabpflege. Damit wurde das hervorragende Ergebnis aus dem Vorjahr (+2776 Verträge) nochmals deutlich übertroffen. Das Vertragsvolumen bei den Neuabschlüssen ist im vergangenen Jahr um 10,2 Prozent angewachsen, was ebenfalls eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahresniveau bedeutet.
Der Grund für den deutlichen Zuwachs bei der Dauergrabpflege ist vor allem auf die große Nachfrage im Bereich der gärtnergepflegten Grabfelder zurückzuführen. Gemeinsam mit Friedhofsgärtnereien und Friedhofsverwaltungen hat die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtnern mittlerweile auf mehr als 200 Friedhöfen in der badischen Region gärtnergepflegte Grabfelder errichtet. Der Erwerb einer Grabstätte in diesen Anlagen ist nur mit dem Abschluss eines Dauergrabpflege-Vertrages möglich. Mehr als 50 Projekte befinden sich derzeit in Planung und werden in Kürze umgesetzt.
Auch die Gartenbaubedarfshandel Baden GmbH (GBB) konnte das Geschäftsjahr 2010 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Der Jahresumsatz belief sich auf über 1,6 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 5 Prozent bedeutet. Die GBB versorgt seit 1996 die Mitglieder der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner mit hochwertigen Produkten aus den Bereichen Erde, Pflanzen, Exoten und Hartware (Keramik etc.).

12.01.2011

„Aspekte“: Badische Friedhofsgärtner zeigen Ihr Können

Rund 50 Mitgliedsbetriebe der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner eG beteiligen sich an einer dauerhaften Gräberausstellung, die im Mai 2011 unter dem Titel „Aspekte“ auf dem Hauptfriedhof in Karlsruhe eröffnet wird. Ziel dieser Ausstellung ist es, die deutschsprachige Friedhofskultur zu fördern sowie die Bedeutung von künstlerisch gestalteten Grabstätten hervorzuheben. Bei einer Infoveranstaltung am 12. Januar konnten sich die Friedhofsgärtner über das Konzept der Ausstellung sowie über den Standort und das geplante Grabmal der einzelnen Grabstätten informieren.
Im Mittelpunkt der Ausstellung „Aspekte“ stehen vor allem die Symbolkraft des traditionellen Grabdenkmals sowie die Bedeutung von individuellen Grabstätten. Hintergrund dafür ist die Tatsache, dass in der heutigen Zeit die Zahl der handwerklich und künstlerisch gestalteten Grabmale auf dem Friedhof deutlich zurückgegangen ist und die Individualität des Verstorbenen bei der Gestaltung seiner letzten Ruhestätte immer seltener berücksichtigt wird. Mit dieser Ausstellung soll dieser Tendenz entgegengewirkt werden. Dafür wurden 40 Grabmalgestalter aus ganz Deutschland und der Schweiz ausgewählt, die an verschiedenen Standorten auf dem Hauptfriedhof besondere Grabmale zeigen. Die einzelnen Stationen bilden damit einen Rundweg, der gleichzeitig als Streifzug durch die gewachsene Friedhofskultur gedacht ist. Die gärtnerische Grabgestaltung wird die Einzigartigkeit des Grabzeichens unterstreichen und das Gesamtbild der Grabstätte abrunden. Dabei soll vor allem der Schwerpunkt auf praxistauglichen Gestaltungsideen liegen, da die Grabstätten – anders wie bei Bundes- oder Landesgartenschauen – auf Dauer angelegt werden. Die Bepflanzung der Grabstätten findet nach Ostern statt. Die anschließende Pflege der Grabstätten übernimmt die Arbeitsgemeinschaft der Karlsruher Friedhofsgärtner. Die Grabstätten können dann auch käuflich erworben werden.
Mit speziellen Führungen, Presse-Aktionen, Flyern und einem Ausstellungskatalog soll das Projekt, welches vom Info-Center am Hauptfriedhof veranstaltet wird, begleitet werden.

03.12.2010

Immer mehr gärtnergepflegte Grabfelder auf badischen Friedhöfen

Immer mehr gärtnergepflegte Grabfelder auf badischen Friedhöfen

Die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner hat in den vergangenen Monaten ihr Angebot an gärtnergepflegten Grabfeldern auf badischen Friedhöfen ausgebaut. Insgesamt wurden in den vergangenen acht Wochen elf neue Anlagen gemeinsam mit den jeweiligen Friedhofsverwaltungen und Friedhofsgärtnern vor Ort fertiggestellt und im Rahmen von Informationsveranstaltungen eröffnet. Mit dem Konzept der gärtnergepflegten Grabfelder will die Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner die Bedeutung von individuellen Grabstätten auf Friedhöfen als Orte für Trauer und Erinnerung in der badischen Region flächendeckend stärken und gleichzeitig langfristige Pflegeaufträge für ihre Mitgliedsbetriebe generieren.
Zu den neu eröffneten Grabfeldern zählen die Anlagen auf den Friedhöfen in Bad Friedrichshall-Jagstfeld und -Kochendorf, Bühlertal-Obertal und -Untertal, Durmersheim, Steinen, Walldürn, Pfullendorf, Zuzenhausen, Heidelberg-Wieblingen sowie Meßkirch. Alle Anlagen fügen sich aufgrund ihrer Gestaltung mit geschwungenen Wegebögen und attraktiv bepflanzten Flächen harmonisch in das bestehende Gesamtbild des jeweiligen Friedhofs ein. Die Bürger können damit künftig Grabstätten für Sarg- und Urnenbestattungen erwerben, bei denen die Grabpflege über die gesamte Ruhezeit über einen Dauergrabpflegevertrag geregelt ist. Der Vorteil: Die einheitliche Gestaltung und Pflege der gesamten Anlage ermöglichen einen attraktiven Komplettpreis für die langfristige Pflege der Grabstätte. Die kommunalen Grabnutzungsgebühren und die Kosten für das Grabmal (außer bei Urnengemeinschaftsanlagen) werden gesondert berechnet. Die vor Ort tätigen Friedhofsgärtner betreuen die jeweiligen Anlagen und sind für die Pflege und Gestaltung der einzelnen Grabstätten verantwortlich. Für die aktuell eröffneten gärtnergepflegten Grabfelder sind zuständig das Blumenhaus Kaufmann (Friedhof in Walldürn), die Friedhofsgärtnerei Hermann Funk (Friedhöfe in Bad Friedrichshall), Blumen Kögel (Friedhöfe in Bühlertal), die Friedhofsgärtnerei Merkel (Alter Friedhof in Heidelberg-Wieblingen), die Friedhofsgärtnerei Blumen Schorer (Friedhof in Pfullendorf), Blumen Vosskuhl (Friedhof in Steinen), , die Friedhofsgärtnerei Blumenland Halmer (Meßkirch), die Arbeitsgemeinschaft der Friedhofsgärtnereien Blumen Köhler und von Hausen (Friedhof in Zuzenhausen) sowie die Arbeitsgemeinschaft der Friedhofsgärtnereien Blumen Blaser, Wolfgang Renschler und Floralive (Friedhof in Durmersheim). Bei allen gärtnergepflegten Grabfeldern ist insbesondere die gute Zusammenarbeit mit den kommunalen Friedhofsverwaltungen hervorzuheben. Über die Eröffnungen der neuen Anlagen wurde zudem umfassend in den lokalen Medien berichtet.
Hinter der Idee der gärtnergepflegten Grabfelder steht vor allem die Tatsache, dass sich zwar viele Menschen eine individuelle Grabstätte als Ort für ihre Trauerbewältigung wünschen, sich aber nicht mit der langfristigen Pflege auseinandersetzen können oder wollen. Mittlerweile gibt es auf über 200 Friedhöfen in der badischen Region gärtnergepflegte Grabfelder. Rund 50 weitere Projekte sind bereits in Planung.